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15.11.2005
Protestaktionen zum 3.12.2005 » Presse
Mobilisierung gegen Nazi-Aufmarsch
wird trotz Verbot fortgesetzt
Wie berichtet wollen am 3. Dezember in Karlsruhe und Rastatt Nazis
aufmarschieren. Das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe
begrüßt die Entscheidung der Stadt Karlsruhe, den Nazi-Aufmarsch in
Karlsruhe zu verbieten.
Für alle Demokraten gibt es dennoch keinen Grund, sich zurück zu
lehnen, weil damit gerechnet werden muss, dass die Nazis Rechtsmittel gegen das
Verbot einlegen und das Verbot in letzter Minute von den Gerichten gekippt
werden könnte.
Die Mobilisierung für die antifaschistischen Protestaktionen wird
deswegen in vollem Umfang aufrechterhalten. Dem Aufruf zur Protestaktion in
Karlsruhe haben sich bisher 64 Organisationen, Gruppen und
Persönlichkeiten angeschlossen, darunter je drei Bundestags- und
Landtagsabgeordnete und der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V.,
dessen Vollversammlung alle Jugendlichen und haupt- und ehrenamtlichen
MitarbeiterInnen in den 47 Mitgliedsorganisationen aufruft, sich an den
Protestaktionen zu beteiligen.
Nach dem Vorbild anderer Städte, zum Beispiel in Potsdam, wollen
Gemeinderatsfraktionen in Rastatt aktiv werden und den Gemeinderat dafür
gewinnen, die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an den Protesten
aufzurufen. Wir erwarten von den Fraktionen des Karlsruher Gemeinderats eine
ähnliche Initiative.
Für den Fall der letztinstanzlichen Bestätigung des Verbots wird
das Bündnis anstelle der Protestaktion zu einer Feier mit Kultur- und
Redebeiträgen einladen, auch um über das Treiben der Nazis zu
informieren und weiteren Aufmärschen vorzubeugen. Aktuelles dazu kann der
für den Protest eingerichteten Webseite www.antifa-buendnis-ka.de.vu
entnommen werden.
Es bleibt dabei:
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Elwis Capece, NGG
Silvia Schulze, VVN-BdA
Antifaschistisches Aktionsbündnis Karlsruhe
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