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22.11.2005
Protestaktionen zum 3.12.2005 » Kurzprotokolle
Kurzprotokoll vom 21.11.2005
- Rastatt: Silvia berichtet von der Sitzung am 15.11.; die Mobilisierung
läuft gut. Es wird ein anonymer Spuckzettel ("Spucki"-Aufkleber)
mit der Überschrift "Nazis angreifen" und einer
Gewaltdarstellung vorgelegt und über mögliche Reaktionen
diskutiert.
- Kooperationsgespräch: Silvia berichtet vom Gespräch mit BuS und
Polizei am 16.11. (AAKA-TeilnehmerInnen: Silvia und Elwis). Die AAKA-Vertreter
haben die Versuche der Behörden, das Bündnis vom Bahnhofsvorplatz zu
verdrängen (" ... an einem anderen Platz ist doch die Situation der
Antifa-Aktion viel entspannter") und Gewaltneigung zu unterstellen
(Vorlage einer Kopie des o.g. Spuckzettels; " ...Sie versuchen, mit allen
Mitteln die Nazis vom Bahnhof zu vertreiben ..."), entkräftet bzw.
zurückgewiesen. Unter Verweis auf die Presse-Erklärung vom 15.11.
haben die AAKA-Vertreter verdeutlicht, dass das Bündnis die Mobilisierung
fortsetzen wird. Worch hat Widerspruch gegen das Verbot des Naziaufmarschs in
Karlsruhe eingelegt und will bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen. Mit einem Ergebnis ist
demnach erst kurz vor dem 3.12. zu rechnen. BuS bestätigt auf Nachfrage,
dass die Nazis zeitgleich mit der Worch-Anmeldung für den 3.12.2005 einen
weiteren Aufmarsch in Karlsruhe für den 28.1.2006 angemeldet haben.
- Gewaltaufrufe: Am 18.11. wurde vom Rastatter Bündnis ein Flyer DIN C6
in Kopie zugesandt, der als Gewaltaufruf interpretierbare Symbole enthält
und mit www.nonazis.tk (Webseite der AG [z.o.r.a.], Unterstützer des
AAKA-Aufrufs) als Impressum gekennzeichnet ist. Das Rastatter Bündnis
bittet um Aufklärung und wartet auf die Antwort des Karlsruher
Bündnisses.
- Presse-Erklärung: Die AAKA-Sprecher haben am 19.11. gemäß
dem beschlossenen AAKA-Grundsatz eine Erklärung veröffentlicht, wonach
sich das Bündnis von jeglichen Gewaltaufrufen distanziert.
- Diskussionsergebnisse: Die Zuschreibung des anonymen Spuckzettels wurde von
den Sprechern mit Recht zurückgewiesen. Von den anwesenden ca. 30
TeilnehmerInnen wird einmütig folgendes festgestellt:
- Die Presse-Erklärung vom 19.11. ist in Ordnung.
- OL, AG [z.o.r.a.] und die Webmacher von www.nonazis.tk haben den o.g. Flyer
nicht hergestellt und haben mit ihm nichts zu tun.
- Die Feststellungen nach Ziff. 1+2 werden protokolliert und zur
Veröffentlichung in die AAKA-Homepage gestellt.
Dazu wird abschließend in Erinnerung gerufen, dass Gewalt immer von Nazis
ausgeht, so wie in der Geschichte Gewalt von den Faschisten ausging.
- Flugblätter und Plakate: sind gedruckt. Abholung jederzeit nach
Rücksprache mit dem NGG-Büro (Tel. 0721-932201-0) im DGB-Haus
wochentags in der Zeit von 8.30 - 17.00 Uhr.
- Plakat-Ständer: Zu den zugesagten 50 Plakatständern der
LINKEN. und den 24 der GRÜNEN kommen 32 von der SPD hinzu. Es werden
Aufklebeplaketten besorgt.
- Gemeinderat: Die Gemeinderatsfraktionen werden gemäß dem Vorbild
in anderen Städten und den Bemühungen in Rastatt gebeten, einen
Gemeinderatsbeschluss anzustreben, um die Bürgerinnen und Bürger
für die Teilnahme an der Protestaktion zu gewinnen.
- Nächstes Treffen: Montag, 28.11.2005, 19.00 Uhr im DGB-Haus.
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| © Antifaschistisches Aktionsbündnis Karlsruhe |