29.7.2008

Presse

Antifaschistische Kundgebung mit Live Musik

'Beats against fascism' auf dem Stephanplatz

Mehrere Infostände und drei Live-Bands setzten am Freitag ein Zeichen gegen Rechts. Aber: "Die Gefahr in Durlach ist noch nicht gebannt".


Wir dokumentieren einen Artikel der BNN.

BNN, Samstag, 26. Juli 2008

"Die Gefahr in Durlach ist noch nicht gebannt"

Antifaschistische Kundgebung mit Bands auf Stephanplatz - Bündnis warnt vor NPD-Bemühungen

kel. Mit der Aktion "Beats against Fascism" verschafften sich verschiedene Jugendorganisationen zusammen mit dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA) in der Karlsruher Innenstadt am gestrigen Nachmittag und Abend Gehör. Die Veranstaltung, halb Kundgebung, halb Konzert, sollte ein Zeichen gegen die Anstrengungen der NPD, in Durlach ein Partei-Zentrum einzurichten, setzen.

"Die Gefahr, dass in Durlach ein Zentrum der NPD entsteht, ist noch nicht gebannt", erklärt Silvia Schulze vom AAKA. Zwar erklärte der Pressesprecher der Stadt Bernd Wnuck auf BNN-Anfrage, die Lage in der Badner Straße 34 sei nach wie vor unverändert, das Gebäude versiegelt und Aktivitäten der Partei nicht bekannt, doch das antifaschistische Bündnis geht davon aus, dass gerade im Vorfeld der Kommunalwahl 2009 die NPD das ehemalige Bordell in Durlach als Zentrale nutzen möchte. "Es finden immer noch regelmäßig Treffen statt", warnt Schulze. Mit Infoständen der Gewerkschaftsjugend und anderer Jugendorganisationen wie den "Falken" einerseits und mit Musik dreier Bands andererseits möchte das AAKA Jugendliche für das Thema sensibilisieren.

"Hier herrscht doch noch Nachholbedarfin den meisten Teilen der Gesellschaft. Aber genau deswegen gibt es diese Veranstaltung", erklärt Jürgen Ziegler, Geschäftsführerder Verdi Mittelbaden. In der Gewerkschaftsjugend selbst sei das Bewusstsein ausgeprägt, so Ziegler. Er setze auf den dauerhaften Kampf gegen rechte Strömungen.

Nach den Redebeiträgen der Jugendorganisationen sorgten die Bands "Brainstorm", "Chaoz One" und "Across The Border" noch für die Musik, um die Botschaft in die umliegenden Straßen zu verteilen. Ursprünglich wollten die Organisatoren die Kundgebung in Durlach abhalten. Als "Schikane" bezeichnete Schulze die Maßnahmen der Stadt, dies zu verhindern.

Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis der BNN



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