31.1.2008

Infos
Veranstaltung:

Der Reichstagsbrand - Vorwand für den Terror

Zum 75. Jahrestag der Errichtung der Nazi-Diktatur

Als am 27. Februar 1933 in Berlin der Reichstag brannte, war dies für die von Hitler geführte Regierung ein willkommener Vorwand, Tausende seiner Gegner verhaften zu lassen. Zum 75. Jahrestag dieses Geschehens informiert der Historiker Dr. Alexander Bahar.

Informations- und Diskussions-Veranstaltung:

mit Dr. Alexander Bahar, Historiker

Donnerstag, 14. Februar 2008, 19.30 Uhr

DGB-Haus, Großer Saal
Karlsruhe, Ettlinger Str. 3a Straßenbahn-Haltestelle Festplatz


Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 galt es für die Nazis, einen Vorwand zu schaffen, um die an die Grundrechte der Verfassung gebundene Regierungsmacht in eine Diktatur zu transformieren und die Weichen für einen Sieg der Rechtsparteien bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 zu stellen.

Als am 27. Februar 1933 in Berlin der Reichstag brannte, war dies für die von Hitler geführte Regierung ein willkommener Vorwand, Tausende seiner Gegner verhaften zu lassen.

Schon am nächsten Tag unterschrieb Reichspräsident Hindenburg die so genannte "Verordnung zum Schutz von Volk und Staat", die in bis dahin nicht bekanntem Umfang Grundrechte außer Kraft setzte und ohne die das spätere Ermächtigungsgesetz nicht möglich gewesen wäre.

Diese Verordnung zur Ausschaltung der Gegner im Inneren ebnete der NS-Diktatur den Weg in den Krieg, galt bis Mai 1945 und legitimierte so den bis zur totalen Niederlage Hitler-Deutschlands andauernden Ausnahmezustand.

Dem Vortrag des Historikers Dr. Alexander Bahar liegt sein Standardwerk "Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird" zu Grunde.

Der Referent hat als einer der ersten Forscher die erst nach der Vereinigung beider deutschen Staaten zugänglichen Akten zum Reichstagsbrandprozess ausgewertet und seine Ergebnisse u.a. auch in der ZDF-Sendung "Abenteuer Wissen" vorgestellt.

Veranstalter:

Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Sektion Nordbaden

GEW Kreisverband Karlsruhe

DFG-VK Gruppe Karlsruhe

© Antifaschistisches Aktionsbündnis Karlsruhe